Dienstag, 16. November 2010

13. November 2010 - LASK Linz - FC Wacker Innsbruck 0:0 (0:0)

Begeistert von einem Topspiel und strahlendem Sonnenschein den ganzen Tag, ging die Reise noch am selben Tag weiter nach Linz!


Gut eine Stunde vor Spielbeginn beim Stadion in Linz angekommen, traf man neben zahlreichen LASK Anhängern vor allem auf massive Polizei- und Securitypräsenz. Viele Fans des Linzer ASK zeigten ihren Unmut in den letzten Tagen und Wochen gegenüber der Klubführung immer lautstärker und fordern einen Wechsel im Präsidentenbüro. Die Vereinsführung reagierte ihrerseits mit zahlreichen Stadion- und Hausverboten gegen Mitglieder einiger Linzer Fanclubs. Dieser Umstand führte dazu, dass immer mehr Zuschauer mit Kappen, Hauben oder Kapuzenpulli's ins Stadion kommen, um so möglichst unerkannt zu bleiben. Stiller Protest war also angesagt, durchbrochen nur von einigen lauten "Reichel raus!" - Rufen exakt alle 5 Minuten. Neben eines Transparents, das dauerhaft hochgehalten wurde, unterstrichen die Fans den Ernst der Lage mit dem Einsatz von Pyrotechnik im eigenen Sektor!


Darunter litt meiner Meinung allerdings die so dringend benötigte Unterstützung des eigenen Vereins, der derzeit am Tabellenende der Bundesliga festhängt. Die Devise scheint zu sein "Der Fisch fängt am Kopf an zu stinken" und so wurde, bis auf ein wenig "Szenenapplaus" nur die Vereinsführung angesprochen. Die Mannschaft aus Linz hätte jeglichen Support der rund 6.000 Zuschauer auf der Gugl gut gebrauchen können. Ein nicht all zu kleiner Teil (~ 500) bestand aus dem Anhang der Wacker Innsbruck, wobei es den Anschein machte, als wäre der stimmgewaltige Teil vom Tivoli Nord nicht mitgereist.

Spielerisch lief es weder für den LASK oder die Innsbrucker gut. Die erste Halbzeit tümpelte mehr oder weniger nur so dahin. Torchancen gab es sehr wohl auf beiden Seiten, mangelte es meistens jedoch am letzten Pass oder am Abschluss.

5 Minuten nach Beginn der 2. Spielhälfte kam im Sektor der Innsbrucker deutlich mehr Stimmung als zuvor. Der Grund war, dass die restlichen Anhänger Innsbrucks erst jetzt im Sektor auftauchten und gleich gewaltig begannen den Sektor zu motivieren. Umso länger das Spiel aber dauerte umso leiser wurde aber auch der Tiroler Anhang. 

Aufgrund der Leistung beider Mannschaften war dies aber durchaus verständlich. Sowohl LASK als auch Wacker Innsbruck gaben sich anscheinend mit dem Punkt zufrieden und es fehlte an einer gewissen Konsequenz im Passspiel und Chancenerarbeitung. Der Schiedsrichter verunsicherte seinerseits durch einige, unverständliche Pfiffe die Mannschaften und trug somit deutlich zum Ausgang der Partie bei.


Nach dem Spiel marschierte eine große Zahl an Securitypersonal auf, um wohl den LASK Fans den Gedanken zu rauben, sich quer über das Spielfeld zum VIP-Club zu bewegen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen